Showroom

MADS CHRISTENSEN

The transcendent colour of light | 2020
Mads Christensen (*1971 in Dänemark, lebt in Los Angeles/USA) untersucht in seinen Arbeiten die immateriellen Qualitäten des Lichts. In diesem Prozess entstehen dynamische Kunstwerke, die auf der Basis von Dimensionalität, Komposition und Diffusion eine Resonanz im Raum erzeugen. Christensens Werke dehnen sich scheinbar aus und ziehen sich wieder zusammen, sie entfliehen der Form, ohne sich tatsächlich zu bewegen. Als ausgebildeter Elektroingenieur besteht seine Arbeit in einem Zusammenwirken zwischen Informatik, Licht, Farbe, Geometrie und Bewegung.

Artikel dazu in ArtLight 2021_1 (Februar)

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MARIE-PAULE HAAR

The Light and the Oeuvre – The Oeuvre and the Light

Das Licht dringt in das Museum, weich oder hart, scharf, wie mit dem Messer geschnitten, je nach der Stimmung der Sonne.

Dann schabt es die Wände entlang und schneidet sie in neue geometrische Flächen, formt die Architektur um, die es mit ihren geraden Schlitzen und der gewölbten Kuppel empfängt. Seine langen Wände selbst geben es in einem Spiel von subtil bewegten Reflexionen wieder, dann spielt es auf dem Boden, faltet sich oder dehnt sich bis in die Ecken des Raumes aus.

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JOHANNES S. SISTERMANNS

ma meta [Marl] _ KlangPlastik | 2020
Eigens für das Skulpturenmuseum Glaskasten Marl entsteht die neue KlangPlastik (dieser Begriff ist von Johannes S. Sistermanns geprägt) ‚ma meta [Marl]’. Im mehrmedialen Raumverlauf markieren Klang Farbe Video Raum Foto Zeichnung Folie fünf Einzelperspektiven – u.a. grafische Notation / australische Papierbaum-Rinde / resonierende Wand / gespannte Folie – welche zueinander gelöst und übergangslos positioniert sind. Entkopplung schafft Raum: das zwischen Räumen [ma]: unvorhersehbar, unwiederholbar, unabschließbar: nur der Wahrnehmende kann all das qualifizieren, erfahren. Gleichzeitig: Raum ist Membran, Raum ist Resonanz.

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MARTIN SCHLÖGL

Liquid Light | 2020

Die Basis dieser Bilder ist ein Foto einer Lichtquelle oder einer Lichtspur:
Erleuchtete Fassaden, Straßenverkehr bei Dunkelheit, Lampen, U-Bahn-Gänge…
Durch spezielle Farbfilter und Invertierungen entstehen Bilder, wie sie hier zu sehen sind.
Je nach Häufigkeit des Einsatzes bestimmter Filter kann dasselbe Basis-Bild völlig unterschiedliche Ergebnisse hervorbringen, die aber immer eines sind: koloriertes Licht.

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PAVEL KORBIČKA

Spatial Disorientation | 2019

Pavel Korbička (*1972 in Brno/CZ) konzipierte für die Ausstellung „Deflection“ im Brünner Haus der Künste großformatige, ortsspezifische Lichtinstallationen, die einen Gegenentwurf zur dominanten architektonischen Symmetrie dieser außergewöhnlichen Räume bildeten. Die Ausstellung bestand aus begehbaren Installationen aus Polycarbonat. Die durch ihre Inhalte miteinander verbundenen Skulpturen wurden mit farbigem Neonlicht beleuchtet, wobei die Farben je nach räumlicher Anordnung der Galerie verändert wurden, um die Unterschiede zwischen den einzelnen Räumen zu kontrastieren, während gleichzeitig der Gegensatz zwischen warmen und kühlen Farben genutzt wurde, um die Unterschiede in der räumlichen Wahrnehmung zu verstärken.

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HITOSHI KURIYAMA

Die Gleichheit von Sein und Nichts | 2019

Hitoshi Kuriyama (*1979 Hyogo, Japan) hat eine Hypothese aufgestellt, die er mit künstlerischen Mitteln darstellt: 0 = 1. Auf diesem Weg kommt er zu Skulpturen, die an Explosionen erinnern oder Assoziationen zum Urknall auslösen. Alles fliegt auseinander. Aber Kuriyama verbindet wissenschaftliche Methoden mit physikalischen Phänomenen wie Licht und Vakuum, Schall und Bewegung, um seine These zu beweisen. Er konstruiert ein fragiles Gebilde aus Licht und Nicht-Licht von transzendentaler Leichtigkeit in der Luft. Einige der Glasröhren leuchten, andere sind zerbrochen und ihres Lichts beraubt. Es geht Kuriyama um die Äquivalenz und Synchronität scheinbar gegensätzlicher Phänomene.

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MONIQUE THOMAES

The glory of the light– A staging | 2019

Die Architektur des Muze’umL (Roeselare, B) inspirierte Monique Thomaes zu einer Inszenierung, in der der Raum, das Licht und der Betrachter die entscheidende Rolle spielten. Thomaes‘ neo-minimalistische Arbeiten aus Stahl, Holz und Glas, die sie in ihrer Berliner Zeit (1988-2002) realisierte, lehnten an der Wand oder lagen auf dem Boden. In den 90er Jahren entwickeln sich diese Skulpturen zu ortsgebundenen Installationen. – Der Raum wird reflektiert, wechselnde Lichtverhältnisse und die Bewegungen der Besucher erzeugen eine visuelle Dynamik. Durch eine Anordnung von Glasplatten, die gegen die Wand gelehnt sind, löst sich der Raum in einem Spiel von Spiegelungen und Widerspiegelungen auf: „Innen“ lädt „Außen“ zu sich ein und umgekehrt.

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HAMO ČAVRK

CARTA INCOGNITA | 2019

Die Lichtobjekte zeichnen sich durch eine strikt geometrische Umsetzung aus, die dem Minimalismus und einer physikalischen Veränderung unterworfen sind – denn mit der Brechung des Lichts ändert es an der Grenze zwischen den Medien seine Richtung. Der Lichtstrahl wird beim Eindringen oder Verlassen des Glases gestreut. Die Projektionsstrahlen gehen von den am Boden des Glases angebrachten LED-Streifen aus. Das gebündelte Licht in den Farben Weiß, Gelb, Grün oder Rot wird wahrscheinlich der emotionalen Interpretation unterworfen. Das Objekt besteht aus unterschiedlich geformten Plexiglasscheiben, die nacheinander angeordnet sind. Dadurch entsteht ein Modellcharakter, in dem die Schwingungen und Gefälle der Ebenen variieren.

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ADA KOBUSIEWICZ

ILLUSION | 2019

Licht hat das außergewöhnliche Potenzial, Raum zu definieren und zu manipulieren: „Ohne Licht gibt es keinen Raum“, Robert Wilson. Bei der Arbeit mit Licht interessiere ich mich für den Raum, der im Gegensatz zu Mark Rothkos No-Frame-Konzept zu einem lebendigen Rahmen für jede Lichtinstallation wird sowie für die individuellen Emotionen der Besucher. Der Standort, der Schlossbergstollen – verlassene Höhlen und Tunnel im Zentrum von Graz – war die Inspiration für dieses Projekt. Den Raum für das Publikum zurückzugewinnen und ihm eine neue Funktion durch Kunst, vor allem Lichtkunst, geben. Das Publikum wird mit der Kunst konfrontiert, ohne sie zu erwarten.

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LumiereScene & SpaceCircles

Inhabitated spaces | 2019

Eine Reise durch vergessene Landschaften. Vor langer Zeit bewohnt und dann in den Händen der Natur und der Zeit verloren und verblichen. Architekturen im Prozess der Verwilderung. Gefährten der Erde und Freunde der Pflanzen und Steine. Das Projekt von LumiereScene & SpaceCircles reist durch die einsamen und verlassenen Landschaften Spaniens.

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