KLAUS GELDMACHER – ArtLight

KLAUS GELDMACHER

L‘oiseau | 2017

Die Hochreliefs von Klaus Geldmacher sind Lichtkonzerte. Sein technisches Gestaltungsprinzip hat scheinbar keinen inhaltlichen Beweggrund, ist abstrakt wie Musik, erzeugt eher Stimmungen, Atmosphären. Doch ließe sich jeder geometrische Körper auch wieder auf die Natur zurückführen, wie es die Malerei des Paul Cézanne in entgegengesetzter Richtung vollbracht hatte. Klaus Geldmacher nimmt das Licht, um die Funktion des Lichtes zu beschreiben, es spendet Leben. Dazu facettiert das Element des Lichtes zusätzlich die verwendeten Materialien und illuminiert den Raum, was den Materialien trotz ihrer Dreidimensionalität allein nicht derart gelänge. Das Licht verleiht den Materialien eine Aura und damit den Lichtobjekten insgesamt eine Extraposition. Das Abfallprodukt ist der zentrale Gegenstand, womit Geldmacher Automaten schafft, die zu nichts anderem dienen, als betrachtet zu werden. Wie jede Kunst erfüllen sie keine andere Funktion, als Gedanken und Empfindungen auszulösen. Die Lichtspiele von Klaus Geldmacher grenzen im Auratischen auch an Erinnerungen, die sonst nur sakrale Räume hervorrufen. (Frank Schablewski, 2018 in the catalog „vis-á-vis“ of the gallery Gerold d’Hamé, Mülheim an der Ruhr)

Klaus Geldmacher, Mülheim an der Ruhr/DE

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| Klaus Geldmacher | l‘oiseau | 2017 | Multiple (9 Exple.) | 45 x 45 x 15 cm | Light-emitting diodes, light bulbs, wood, metal, acrylic glass, cable | Photo: Gerold d‘Hamé | © VG Bildkunst |

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