INGO BRACKE – ArtLight

INGO BRACKE

 IchWeissNichtWassSollEs | 2008-2018

Es sind Spuren des berühmten Gedichts von Heinrich Heine „Ich weiß nicht was soll es bedeuten“ (1824), auf die sich der auf zwei Dekaden angelegte Zyklus von Lichtinstallationen an der Loreley bei St. Goar bezieht. Auf dem legendären Felsen erscheinen, ausgehend von der Felsenspitze Fragmente des Gedichts, wie ein vielfach wiederholtes „Ich“ oder „SS“ aus Licht. Löst sich der Text auf, so kann man die Bruchstücke wieder neu kombinieren, ebenso wie die historischen Hintergründe der Loreley vielschichtig changieren. Vom romantischen Rheinmythos steigert sich die Sage zur Figur der Germania und kulminiert in einer monströsen Thing-Stätte der Nationalsozialisten. War die Loreley bis ins 19. Jahrhundert eine gefährliche Flussenge, so wird dieser von Sagen und Mythen umwobene Ort von Ingo Bracke geheimnisvoll, wie von Mondlicht umhüllt. Feine Lineaturen strahlen in den Himmel hinaus und überlagen noch die Wolken mit Begriffen und Lichtspuren. Für den Dritten Akt der Tetralogie hebt sich dieses Jahr am 29. April im Arp-Museum Rolandseck der Vorhang.

Ingo Bracke

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Ingo Bracke | Lichtkunst-Tetralogie am Loreley Felsen | 1. Akt: IchWeissNichtWassSollEs | Weltkulturerbe Mittelrheintal, 2008 | Fotografie: Christian Wolter | © VG Bildkunst 2018 |

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